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BDGW Pressemitteilung 10/2025

Bad Homburg/Berlin - Der Bargeldkreislauf in Deutschland verursacht nur einen sehr geringen ökologischen Fußabdruck. Das zeigt eine aktuelle Studie im Auftrag der Deutschen Bundesbank, deren Ergebnisse heute veröffentlicht wurden. Die BDGW begrüßt die transparente Analyse und sieht darin eine wichtige Bestätigung für die kontinuierlichen Nachhaltigkeitsbemühungen aller Akteure im deutschen Bargeldkreislauf – einschließlich der Geld- und Wertdienstleister.

Laut Studie entspricht die jährliche Umweltbelastung durch den Banknotenumlauf pro Person in Deutschland lediglich dem Ausstoß einer Autofahrt über rund fünf Kilometer. Dies sind nur etwa 0,0078 Prozent der durchschnittlichen jährlichen Umweltbelastung eines Menschen in Deutschland. Damit zeigt sich: Bargeld bleibt nicht nur ein sicheres und verlässliches Zahlungsmittel, sondern ist auch ökologisch unbedenklich.

Besonders analysiert wurde der Umweltfußabdruck für die jährlich durchschnittlich getätigten Barzahlungen eines Erwachsenen. Im Referenzjahr 2019 lag dieser bei lediglich 80 Mikro-Umweltpunkten (µPt). Den größten Anteil daran hat der Stromverbrauch von Geldautomaten (40 Prozent), gefolgt von Transportprozessen (32 Prozent) und der Bearbeitung der Banknoten (23 Prozent). Die Entsorgung alter Banknoten wirkt sich dagegen leicht positiv aus, da deren thermische Verwertung Energie zurückgewinnt.

Die von der Europäischen Kommission entwickelte Messmethode des Umweltfußabdrucks ermöglicht eine fundierte Bewertung der ökologischen Nachhaltigkeit von Produkten und Prozessen. Die aktuelle Untersuchung zeigt zudem konkrete Ansatzpunkte für weitere Verbesserungen auf – darunter der verstärkte Einsatz energieeffizienterer Geldautomaten, die Nutzung erneuerbarer Energien sowie perspektivisch auch der Einsatz von Elektrofahrzeugen im Bargeldtransport.

Die Ergebnisse bestätigen, dass Bargeld in Deutschland nicht nur ein unverzichtbarer Teil der Versorgungssicherheit ist, sondern auch ökologisch verantwortungsvoll bereitgestellt werden kann. „Gleichzeitig arbeiten Geld- und Wertdienste kontinuierlich daran, die Abläufe im Bargeldkreislauf noch effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Dazu gehören moderne Fahrzeugflotten, optimierte Routen und stetige Prozessinnovationen.“, so Andreas Paulick, Hauptgeschäftsführer der BDGW.

Die Studie wurde von ESU-services erstellt und orientiert sich an der EZB-Studie zu den Umweltauswirkungen von Euro-Banknoten aus dem Jahr 2023. Die Ergebnisse decken sich mit den Erkenntnissen für den gesamten Euroraum: Euro-Banknoten haben insgesamt nur einen sehr geringen Einfluss auf die Umwelt. Die Studie finden Sie hier.

 

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